Aktuelles aus der Szene…

 

Behalten Sie immer den Überblick….

Leitlinien (20.12.2017)(Heilpraktikerüberprüfungsleitlinien)

Die Überprüfung „praktischer Kenntnisse“ hat mehr Stellenwert bekommen! Das betrifft sowohl die „Anamnese und körperliche Untersuchung“ als auch „invasive Maßnahmen“ (sprich: Injektion/Infusion). Für die mündliche Überprüfung heisst das sinngemäß: „Fragen aus dem Bereich anwendungsorientierte medizinische Kenntnisse sollen auch praktische Aufgaben enthalten……“

Das ist gut so und muss von einem Heilpraktiker nicht nur theoretisch sondern auch in der Praxis beherrscht werden – jeder Prüfling sollte darauf gut vorbereitet sein!

Ein Hinweis in eigener Sache:

Wir bieten einen bewährten Untersuchungskurs (4 Tage einschliesslich Anamnese und DD) sowie einen Kurs „Injektion / Infusion“ (2 Tage)…….

Impfempfehlungen

Die derzeit gültigen Impfempfehlungen der STIKO gibt es unter folgendem Link:

RKI 2019 August

Seit23.August 2019 sind die gültigen Empfehlungen „online“!!

Empfehlenswert: die STIKO-App zum Thema:

 STIKO-App

 

Impfpflicht

Das Bundeskabinett hat im Juli 2019 die Impfpflicht  für Masern beschlossen (Masernschutzgesetz). Die Impfpflicht gilt ab 2020.

Achtung, die Impfpflicht gilt auch für den Heilpraktiker!

Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen arbeiten (z. B. Kinderkrippen, Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderhorte, Schulen oder sonstige Ausbildungseinrichtungen, Heime, Ferienlager …) oder die in medizinischen Einrichtungen oder humanmedizinischen Heilberufen tätig sind (Heilpraktiker!) und nach dem 31. Dezember 1970 geboren sind … müssen vor Beginn ihrer Betreuung oder ihrer Tätigkeit durch ein ärztliches Zeugnis entweder einen ausreichenden Impfschutz gegen Masern oder aber eine Immunität gegen Masern nachweisen.

Eine Person, die über keinen Nachweis … verfügt oder diesen nicht vorlegt, darf in den oben genannten Einrichtungen nicht tätig werden (IfSG § 20).

 

Einschränkungen für den HP: Eigenbluttherapie verboten!

Neuste Information(Quelle: Arzneimittelkommission der deutschen Heilpraktiker). Das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) wurde so beschlossen, wurde am 15.8.2019 im Bundesanzeiger veröffentlicht und ist am 16.8.2019 in Kraft getreten. Insofern gilt

  • § 13 Abs. 2 b AMG: zukünftig dürfen nur noch Ärzte und Zahnärzte erlaubnisfrei verschreibungspflichtige Arzneimittel herstellen zur unmittelbaren Anwendung am Patienten – Problem: Blutzubereitungen fallen in der gültigen Form der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) ebenfalls unter die Verschreibungspflicht! Die AMVV stellt Arzneimittel, die verschreibungspflichtig sind, erst ab einer homöopathischen Potenz von D4 von der Verschreibungspflicht frei. Damit wäre nach gültigem Arzneimittelrecht die Anwendung von homöopathisch potenziertem Eigenblut für Heilpraktiker weiterhin möglich
  • Blut / Blutzubereitungen unterliegen zusätzlich dem Transfusionsgesetz (TFG) und damit dem Arztvorbehalt!. Hier sind Eigenblutzubereitungen, die homöopathisch zubereitet sind, im Prinzip aber ab D1 (§28 TFG) vom Arztvorbehalt befreit.
  • Mit dem neuen Gesetz wird das BMG auch ermächtigt, Stätte in einer Anlage von verbotenen Stoffen aufzulisten, deren Anwendung in Deutschland gänzlich verboten ist: Dies betrifft die Frischzellentherapie, die Anwendung von Aflatoxinen, Ethylenoxid, Farbstoffen und Stoffen tierischer Herkunft mit dem Risiko der Übertragung transmissibler spongiformer Enzephalopathie!

 

Achtung: Erweiterung der Meldepflicht (und für Heilpraktiker des Behandlungsverbots)!

 

Verordnung über die Ausdehnung der Meldepflicht nach §6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und §7 Absatz 1 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes auf Infektionen mit dem erstmals im Dezember 2019 in Wuhan/Volksrepublik China aufgetretenen neuartigen Coronavirus („2019-nCoV“) (CorViMV)

 

Verkündet am 31.Januar 2020 – damit ist die Pflicht zur namentlichen Meldung nach § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des IfSG auf Verdacht, Erkrankung und Tod in Bezug auf eine Infektion ausgedehnt, die durch das „neuartige Coronavirus“ hervorgerufen wird.

Abweichend von §8 IfSG ist auch dann zu melden, wenn der Verdacht (von anderen) bereits gemeldet wurde!